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SED NON SATIATA ---------------------------------------------
MENSCHEN OHNE GESICHT
Wir hätten sicherlich weit weg von hier fliehen sollen bevor wir zu Menschen ohne Gesicht geworden sind die Hände voll Blut sich verlierend bevor wir die weiße Maske der Menschen ohne Gesicht aufzogen.
Wir versuchen erfolglos die Sinne durch die Momente zu entzaubern, in denen die Essenz des Seins, die unter dem Wachs rollt, wieder hervorsprudelt, bevor das Ächzen ertönt, das Stöhnen der Menschen ohne Gesicht.
Unter dieser Maske stirbt ein Mensch, er endet außer Atem, lässt sich verwunschen endlich gehen, unter dieser Maske stirbt eine Seele, Unter dieser Maske, die jeden seiner Blicke versperrt.
Man schreibt schädliches Verhalten vor, auf gewisse Weise verschwinden oder sterben, unter dieser Maske stirbt eine Seele.
Also lass uns doch diesem Strang der zufriedenen aber toten Seelen angehören, blindlings in Richtung Existenz, um besser zu fliehen, vor dieser ranzigen Vereinigung Individuen für die der Ausweg einzig die Maske des Besitzes ist.Die Menschen ohne Gesicht haben die Straßen erobert, sie treiben sich dort herum…
MASKEN
Mit einem schweren schwarzen Netz das bereits bedeckte bedeckend, die Offensichtlichkeit weit von sich weisen zu glauben, der verbirgt Prunk nichts, sondern enthüllt. Ein feiner unbefleckter Kragen, einen delikaten Hals umrahmend, Flüchtige und raue Ausdünste Der ganze Körper scheint sich in einem fließenden und verführerischen Rhythmus zu bewegen
Traurige Zeit, traurige Epoche, schönes Leben, schöne Männer in Mode
Traurige Zeit, traurige Epoche, schönes Leben, schöne Damen in Mode
Zwei Fleisch-Zusammensetzungen versuchen sich zu erkunden,
Sie werden nichts anderes als eine schwarz-glitzernde Fläche finden, Kurze Umarmung von zu dick aufgetragenen Make-ups, die sich in Trunkenheit umschlingend erröten.
INTERLUDE
Instrumental
RUINEN
Vielleicht sollten wir unsere Art und Weise des Handelns hinterfragen, da wenn diese Erde verfällt, welche Wege werden wir dann wählen? Wird es möglich sein diese Ruinen wieder zu gestalten, ohne zuerst die Fesseln zu zerstören, die am Ufer der anderen Welt unsere Ideen und Gedanken gefangen halten? Oder wird uns der Strom der Wellen ab-treiben, über die Slogans dreckiger Münder und übernommener Ideen hinaus? Müssen wir zunächst lernen zu leben und zu überleben, denn was wird aus uns, wenn diese Welt untergeht? Wenn diese Erde zerfällt Unter den verwirrten Blicken jener, die naiv dachten, dass all dies kein Ende hat. In diese alten Körper hat das Leben tiefe Furchen gegraben, vergessene Wege auf diesen alten Körpern,um nicht zu vergessen wird die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Wir müssen lernen, aus diesen Rillen zu lesen, aus diesen Linien, die die Zeit in die alten Körper graviert hat, Den Scham aus den faltigen Gesichtern lesen. Immer mehr Sicherheit zu wollen, lässt die Verletzlichkeit einer ins Schwarze getauchten Stadt in Vergessenheit geraten, dieser des Zufallsspiels ausgelieferten Körper.
Die Konsequenzen: Einige ertränkte Lächeln in den Fluten der Tränen.
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DAITRO ------------------------------------------------------------
UNTER DEN BRUCKEN FLIESST WASSER
Unter den Brücken fliesst Wasser welches Kadaver anschwemmt, den Schlamm aufmischt und Reliquien einer anderen Zeit an die Oberfläche bringt. Man versucht mehr schlecht als recht diesen alten Kram, dessen Namen und Anwendung man vergessen hat, wieder einzufangen um sich zu bemühen daraus etwas Nützliches und annähernd menschliches zu machen.
Die Fatalisten haben die Arme gesenkt. Die Optimisten haben die Arme gesenkt. Mein Vater hat die Arme gesenkt. Meine Mutter hat die Arme gesenkt. Manchmal wenn der Abend kommt habe ich selber Lust die Arme zu senken. Was bringt uns nur alle dazu mehr oder weniger Lust zu haben die Arme zu senken ? Ist es weil verschiedene gesagt haben der Kampf wäre von vornherein verloren ? Wer waren sie, zu sagen, der Kampf wäre von vornherein verloren ? Wer hat gewonnen und wer hat verloren ? Die Gewinner von heute sind die Verlierer von Morgen. Also, wer hat gewonnen und wer hat verloren ? Wer wird gewinnen und wer wird verlieren ? Es ist egal. Das Wichtigste ist nicht der Sieg, sondern der Kampf.
WIR NEHMEN NICHT ALLE TEIL AN DER SELBEN UTOPIE
Blicke entstellen, ein Jederman brüllt mörderische Zeilen voller gut geformter Wahrheiten, welche er oft selber nicht gelebt, ja sogar knapp gelesen hat. Ein Freimut der nach starrem und unsichtbaren, arroganten, eingebildeten und herablassendem Dogmatismus stinkt. Wer sind sie, sich solch pathetische Prozesse zu erlauben und nach einer reinen und vollkommen einheitlichen Gerechtigkeit zu betteln ?
Mit ihren mörderischen Zeilen gut geformter Wahrheiten, ihren übereilten Urteilen und plumpen Argumenten.
…sich in vorgeformten Wahrheiten schwelgend, propagieren sie die Risikobereitschaft und das Infragestellen, aber von was und vor allem von wem ?
Von einer Welt zur nächsten gibt es immer diese pathetischen Prozesse, diese schmerzlosen Dogmen, diese plumpe Gewalt im Namen von Ideen die nach vergangenem Staub und bedingter Frustration riechen. Aus diesen angeblich befreiten Gewissheiten bringt man es fertig, eine Angst vor jedem Anderen zu machen.
EINE PLAGE ERSETZT EINE ANDERE
Ein gibt keinen Grund auf eine, von den Religionen unabhängige, Macht stolz zu sein, wenn diese nur dem Interesse der Mächtigen untersteht. Objektivität ist nicht mehr angesagt wenn das Vermögen Medium, das Medium Macht, die Macht regiert und die Regierung ein Vermögen ist. Die Schlange hat ihren Schwanz verschluckt und nun ist es an uns den Pokal bis zur Neige zu trinken. Religion war Opium für’s Volk, aber heutzutage ist das Opium zu teuer für unsere erbärmlichen Geldbeutel. Wir holen mit Billigware auf, aber wenn die Entziehungskuren Erziehungslagern gleichen, wissen wir dass es hart sein wird sich davon zu befreien, wir wissen aber auch dass es wertvoller sein wird, da wir es selbst und aus freiem Willen gemacht haben werden. Es ist nicht immer alles verloren und die Schmeicheleien einer “unabhängigen Macht” dürfen uns nie vergessen lassen dass die Welt in der wir leben uns Fesseln anlegt und unsere Begierde nach besserem Leben tötet. Man kann immer etwas besser machen, und es ist nicht weil es nichts zu tun gibt dass es nicht etwas Besseres zu tun gibt.
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